Mein Warenkorb ...ist noch leer.
  Über uns | Zahlung | Versand | AGB | Datenschutz | Kontakt 
Mode & Materialien

Seide und Seidenpflege

Obwohl Seide in China schon seit Jahrtausenden gewonnen und verarbeitet wird, gilt sie bis heute als einer der edelsten Stoffe überhaupt. Was macht Seide also so besonders und worauf sollte bei der Pflege geachtet werden?

Seide und Seidenpflege Bild 1
Chinesische Frauen beim Spinnen von Seide

Seide und Seidenpflege Bild 2
Seidenpflege

Seide gilt seit ihrer Entdeckung als einer der edelsten Textilfasern überhaupt. Gewonnen wird sie aus den Kokons der Seidenraupe - wobei für ein einziges Kilogramm Rohseide ca. 10 Kilogramm Seidenkokons benötigt werden. Kein Wunder also, das Seidenfasern heute nicht einmal 1% der weltweit hergestellten Textilfasern ausmachen.

Aber Seide ist nicht nur auf Grund ihrer Seltenheit äusserst begehrt. Ihr einmaliger Glanz und die brillianten Farben, die so auf keinem anderen Textil erzielt werden können, machen sie zu einem Liebling von Modeschöpfern und Designern. Dank ihres unvergleichlichen wohligen Gefühls auf der Haut sind seidene Kleidungsstücke und Accessoires ausserdem schon immer ein Luxus, den sich wohl jeder gerne einmal gönnt. Noch dazu ist Seide einfach praktisch: sie knittert wenig und isoliert sowohl gegen Wärme als auch gegen Kälte - ein echter Alleskönner also.

Die Geschichte der Seide lässt sich bis ins China des 5. bzw. 4. Jahrtausend v.Chr. zurückverfolgen, wo sie seitdem hergestellt wird. Ihren Weg nach Europa fand die Seide in den Händen islamischer Händler erst einige Jahrtausende später (um ca. 100 v.Chr.). Trotzdem blieb die Seidenherstellung bis ins 5. Jahrhundert n.Chr. ein wohlgehütetes Geheimnis und Dank der reissenden Nachfrage aus Europa ein lukratives Monopol der chinesischen Kaiser. Im 6. Jahrhundert n.Chr. gelang es schliesslich zwei Mönchen einige Eier des Seidenspinners aus China nach Byzanz zu schmuggeln, wo daraufhin die europäische Seidenproduktion geboren wurde.

Die heute bekanntesten Seidenarten sind:

  • Haspelseide wird gewonnen, indem der Endlosfaden einzelner Seidenkokons abgewickelt ("abgehaspelt") wird. So wird ein bis zu 1.000 Meter langer Faden gewonnen, der entsprechend verarbeitet als teuerste und edelste Seidenart gilt. Haspelseide zeichnet sich durch ihren Glanz und ihre unvergleichbar glatte Textur aus.
  • Schappeseide wird aus Seidenfäden von einer Länge bis zu 20cm gewonnen. Im Unterschied zur Haspelseide hat Schappeseide deshalb eine matte Erscheinung und fühlt sich weicher an.
  • Bourettseide wird aus den "Abfällen" der Schappeseiden-Spinnerei gewonnen; d.h. aus nochmals kürzeren Seidenfäden von ungefähr 6cm Länge. Auch Reste des Kokons werden mitverarbeitet, so dass Bourettseide matter und rauer wirkt als Haspel- oder Schappeseide und feine Knötchen enthalten kann.
  • Dupionseide wird aus den Fäden von Doppelkokons gewonnen und weisst daher stets kleinere Unregelmässigkeiten auf. Dennoch ist Dupionseide äusserst hochwertig und glatter als bspw. Bourettseide.
  • Tussahseide wird aus den Kokons des Wildseidenspinners gewonnen, der einen gröberen und unebeneren, chiffon-gelb-goldenen Faden spinnt. Entsprechend ist Tussahseide dicker und weniger glänzend als andere Seidenarten.

Andere Seidenarten die sich auf Grund unterschiedlicher Webtechniken durch ihre Textur unterscheiden sind Crepe de Chine, Crepe de Georgette, Crepe de Satin, Honanseide, Shantungseide, Twillseide und viele andere.

Seidenpflege

Da die Seidenfaser von Natur aus extrem widerstands- und belastungsfähig ist, können Seidenstoffe bei richtiger Pflege Jahrzehnte überdauern ohne an Qualität oder Schönheit zu verlieren. Da Seide allerdings, ebenso wie Wolle, zu den natürlichen Proteinfasern zählt, sollten bei Pflege und Gebrauch einige Dinge unbedingt beachtet werden:

  • Flecken nicht einzeln mit Wasser oder Seife entfernen,
  • beim Waschen kein Bleichmittel verwenden,
  • nasse Seide nicht Trockenschleudern oder auswringen,
  • beim Bügeln nicht anfeuchten und nicht mit Bügelzusätzen einsprühen,
  • von der Rückseite her Bügeln
  • nicht über längere Zeit der Sonne aussetzen
  • nicht mit Deodorant, Parfum oder anderen alkoholhaltigen Substanzen einsprühen

Obwohl Seide vorzugsweise von einer vertrauenswürdigen Trockenreinigung gereinigt werden sollte, kann sie auch vorsichtig per Hand gewaschen werden ohne Schaden zu nehmen. Nasse Seide sollte dabei immer besonders vorsichtig behandelt werden, da sie sehr anfällig ist und ihre Fäden leichter brechen als in trockenem Zustand. Helle Seide kann dafür einige Minuten in einem lauwarmen Wasserbad mit milder Seife oder einem speziellen Seidenwaschmittel für ca. 3 Minuten eingeweicht werden. Für farbige oder bedruckte Seide sollte hingegen kaltes Wasser verwendet- und die Seide nicht eingeweicht, sondern nur kurz durchgespült werden. Die Seifenlauge wird im Anschluss einfach mit kaltem Wasser vorsichtig ausgespült. Um auch letzte Seifenrückstände zu entfernen sollte die Seide ausserdem nocheinmal mit kaltem Wasser unter Hinzugabe von etwas Weinessig ausgespült werden (ca. ein Teelöffel Weinessig auf 5 Liter Wasser). Danach am besten ein letztes Mal mit kaltem Wasser ausspülen um auch den Essiggeruch zu entfernen. Nach dem Waschen die Seide keinesfalls auswringen sondern nur etwas abtropfen lassen, kurz in ein gut-saugendes Handtuch einrollen, wieder ausrollen und schliesslich in Form ziehen. Wenn die Seide noch ein wenig feucht ist, kann sie mit einem normalen Bügeleisen ohne Dampf, stets von der Rückseite her und keinesfalls zu heiss gebügelt werden. Um die Seidenfaser besser zu schonen, kann ausserdem ein dünnes, weisses Baumwolltuch zwischen Seide und Bügeleisen gelegt werden.



Lesenswertes hierzu anderswo:

Seide bei Wikipedia

Ihre Vorteile im DRAGONfruit Shop

  1. 14 Tage Rückgabegarantie

    Ohne wenn und aber. 2 Wochen nach Lieferung Ihrer Bestellung.
  2. Sicherheit

    Dank SSL Verschlüsselung. Genau wie beim Online Banking.
  3. Kauf auf Rechnung

    Selbstverständlich! Wenn Sie möchten, zahlen Sie einfach erst nach Lieferung. (nur innerhalb Deutschlands, für Erstbesteller nur bis zu einem Bestellwert von 50 €)

* inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer von 19%, zzgl.Versandkosten.